Whatever Works – Liebe sich wer kann

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Willkommen Zuhause – zum ersten Mal seit fünf Jahren spielt wieder ein Film von Woody Allen in seiner Heimatstadt New York, und alles kommt einem bekannt vor. Kein Wunder, das Drehbuch entstand schon Ende der 1970er, direkt nach Allens Erfolg „Der Stadtneurotiker“, konnte damals nur nicht realisiert werden. Es geht um den alten intellektuellen Grantler Boris Yellnikoff (Larry David) und die 21-jährige Melodie (Evan Rachel Wood). Zwischen den ungleichen Liebenden funktioniert es, bis eines Tages Melodies Eltern auftauchen und der Film beginnt, Beziehungskonzepte zu debattieren, als wären wir – in den 1970ern. Wie gewohnt inszeniert Allen das als tempo- und wortreiche Komödie in konservativer Kammerspielästhetik. Und wie schon in „Der Stadtneurotiker“ lässt Allen sein Alter ego von der Leinwand direkt zum Publikum sprechen und zieht so eine zusätzliche ironische Ebene ein. Schwachpunkt des Film ist ausgerechnet Seinfeld-Miterfinder Larry David, der ein brillanter Komiker und Autor, aber als Hauptdarsteller hier überfordert ist. (rk)

Whatever Works - Liebe sich wer kann (Poster)