Wer früher stirbt, ist länger tot

„Sollte man sehen“ kulturmovies

„Unsere Mutter ist an dem Tag gestorben, an dem du geboren bist – du hast sie umgebracht!“ Seit sein großer Bruder dem elfjährigen Sebastian (Markus Krojer) derart brutal Schuldgefühle einredete, versucht der Jüngere in ständiger Angst vor Tod und Fegefeuer seinem Vater eine neue Frau zu beschaffen … Bayerische Mundart, hochsommerliche Postkartenlandschaften und Komödienstadl-Atmosphäre gehen einem im Kinodebüt von Marcus H. Rosenmüller erst einmal auf die Nerven. Eine Vielzahl origineller Ideen wie die Inszenierung von Sebastians Albträumen als Jüngstes Gericht und der trockene Humor versöhnen jedoch mit der konstruierten Handlung. Und im Lauf des Films erspielt sich das von Nessie Nesslauer, der Entdeckerin von Franka Potente und August Diehl, gecastete Ensemble alle Sympathien. Wenn es ein junges Publikum gibt, das auf der Suche nach frecher Unterhaltung für die ganze Familie ist, hat es sie in dieser bajuwarischen Coming-of-Age-Komödie gefunden. (rk)

Wer früher stirbt, ist länger tot (Poster)