Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? | Kritik

Für Giorgi und Lisa im Film Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? ist es Liebe auf den ersten Blick. Das junge Paar verabredet sich für den nächsten Tag, doch über Nacht werden beide Opfer eines Fluchs, der sie als andere Menschen aufwachen lässt – und ein Wiedererkennen unmöglich macht. Was sich anlässt wie ein romantisches Märchen à la „Die fabelhafte Welt der Amélie“, komplett mit Erzähler, entpuppt sich bald als deutlich eigenwilliger.

Regisseur und Drehbuchautor Alexandre Koberidze von Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? hat nur bedingtes Interesse an der Liebesgeschichte im Zentrum des Films, seine sanfte Komödie ist vielmehr eine Ode an die Stadt Kutaissi und ihre Bevölkerung, die er mit dokumentarisch anmutenden Aufnahmen einfängt, sowie an den Fußball und das Public Viewing. Dramatische Wendungen werden ebenso ausgespart wie heftige Emotionen. Doch die Grenze zwischen meditativ und zäh ist fließend, und nicht immer gelingt es dem zweieinhalbstündigen Film, das Interesse zu halten. Dafür findet Koberidze innovative Wege des Erzählens, inklusive einer kurzen, interaktiven Sequenz, die das Publikum zum Mitmachen auffordert. mj

Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? | Fotos

Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? | Besetzung

Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? (Poster)

Nichts verpassen! Einfach unseren Film-Newsletter abonnieren! Anmelden