Was nicht passt, wird passend gemacht

„Sollte man sehen“ kulturmovies

 … ist das Motto von Horst (Thomczyk) und seinen Kollegen vom Bau. Das kann das Fertighausbauteil betreffen oder die Pläne des Architekten. Notfalls auch die Leiche des verunglückten polnischen Schwarzarbeiters, der mit der Kreissäge so zurecht gestutzt wird, dass er fortan das Fundament des Einfamilienhauses fachgerecht versteift. Peter Thorwarth, zuletzt erfolgreich mit „Bang Boom Bang“, ist eine kleine Komödie mit viel Realitätssinn, aber ohne großen Anspruch gelungen. Die gerade deshalb so gut funktioniert, weil sie nicht mehr sein will, als sie ist. Zwischen Pleite und Pfusch, Brotbüchse und Bierkasten entsteht dank erprobt kerniger Ruhrgebiets-Mimen wie Thomczyk und Ralf Richter ein nur leicht übertriebenes Bild des Deutschen. Und seines neurotischen Hangs zu Beton und Baumarkt. (to)

Was nicht passt, wird passend gemacht (2002) (Poster)