Zum Inhalt springen

Vergiss dein Ende (2011)

Vergiss dein Ende (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

Klaus (Beyer) zetert und bespuckt seine Ehefrau und ist dann wieder hilflos wie ein kleines Kind. Klaus ist dement und für seine überforderte Ehefrau Hannelore (Krößner) eine Zumutung. Andreas Kannengießer zeigt das in realistisch-deutlichen Bildern, dennoch ist sein Hochschulfilm kein plumpes Drama zum Pflegenotstand. Es sind die vielen berührenden Momente (wenn sich Hannelore mit verliebten Blick an ihren geistig abwesenden Mann kuschelt), die davon erzählen, wie einsam Menschen werden können, wenn sie das Liebste verlieren. So ergeht es auch Hannelores Nachbarn Günther (Mann), dessen Lebenspartner an Krebs verstirbt. Stoisch und mit Würde verdrängt er den Schmerz. Dass Hannelore und Günther erst auf eine abgelegenen Ostseeinsel fliehen müssen, um ihre Isolierung zu überwinden, mag zu symbolhaft erscheinen. Auch wäre statt der sprunghaften Momentaufnahmen ein größerer erzählerischer Bogen sinnvoller gewesen. Aber es bleiben dennoch die darstellerisch großen Szenen: wortkarg, ausdruckstark und unsentimental und daher umso glaubwürdiger. (ascho)

  • Vergiss dein Ende (Filmbild 2)
  • Vergiss dein Ende (Filmbild 3)
  • Vergiss dein Ende (Filmbild 4)
  • Vergiss dein Ende (Filmbild 5)