Vatersland

Abgespannt und mit den Gedanken ganz woanders. Die 48-jährige Filmemacherin Marie steckt in der Krise. »Schreib doch ein neues Drehbuch!«, so der gut gemeinte Ratschlag ihres Ehemannes. Wenn das nur so einfach wäre! Als eines morgens eine Kiste voller Fotos und Filmaufnahmen aus ihrer Kindheit und Jugend vor der Tür steht, begibt sich Marie auf eine emotionale Zeitreise in die 50er- und 60er-Jahre. Mit dem Blick ihres Vaters, einem passionierten Fotografen und Filmemacher, begegnet sie noch einmal dem frühen Tod ihrer geliebten Mutter, ihrer vom Vater argwöhnisch beäugten Pubertät und der Abschiebung in das katholische Mädcheninternat. Eine Jugend, geprägt von ständiger Rebellion gegen Muff und Moralvorstellungen der Nachkriegsjahre, gegen den alles dominierenden Vater und gegen eine Gesellschaft, die von Mädchen offenbar vor allem eines erwartet: Vernunft und Anstand. Kann Marie ihr Trauma überwinden, um im Hier und Jetzt glücklich zu sein? (Quelle: Verleih)