Tucker & Dale vs Evil

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Es war wohl einfach ein Horrorfilm zu viel, in dem degenerierte Hinterwäldler gut aussehende Collegekids abschlachten. Weshalb Eli Craig die Geschichte noch einmal drehte – nur mit umgekehrten Rollen. Die gutmütigen Hillbillies Tucker (Alan Tudyk) und Dale (Tyler Labine) wollen in den Bergen ihr Häuschen reparieren. Dabei treffen sie auf eine Gruppe Collegekids, die Party machen wollen und die beiden Holzfällerhemdenträger für gestörte Rednecks halten, die ihnen ans Leder wollen. Hat man ja in genug Horrorfilmen gesehen! Los geht das Splattersterben, und Tucker und „Trivial Pursuit“-Genie Dale müssen hilflos zusehen, wie die Jugendlichen sich bei dem Versuch, sich gegen sie zu verteidigen oder sie umzulegen, sich das Hirn wegballern, sich selbst aufspießen oder sich im Holzhäcksler schreddern … Um diese 360-Grad-Drehung der klassischen Genrekonstellation aus „Texas Chainsaw Massacre“ oder „The Hills have Eyes“ genießen zu können, muss man kein Horrorfan sein. Es reicht, Filme zu schätzen, die Klischees pointiert mit der Motorsäge bearbeiten. Auch, wenn Craig zu früh mit dem Splattern loslegt und ihm etwas früh die Puste ausgeht. (vs)

Tucker & Dale vs Evil (Poster)