Tron Legacy

„Muss man sehen“ kulturmovies

Dieser Film ist ein einziger Designtraum, ein visueller Rausch in Neonorange und kühlem Türkisblau, eine Symphonie für die Sinne. „Let’s not relive the past, let’s design the future“, heißt es in einer Szene – ein philosophischer wie stilistischer Leitfaden für ein optisches Wunderwerk, das einem Meilenstein wie „Avatar“ auf Augenhöhe begegnet. Wäre da nicht die etwas spezielle Geschichte von Programmierer Kevin Flynn (Jeff Bridges), der in „Tron“ (1982) in eine virtuelle Computerwelt eingespeist wurde und sich in modernen Gladiatorenspielen beweisen musste. Diesmal ist es Flynns Sohn Sam (Garrett Hedlund), der den Vater aus der hyperdesignten Welt der Bits und Bytes retten muss, wo virulente Programme die Macht an sich reißen – der Stoff, aus dem feuchte Computernerd-Träume sind. Und mit den Elektrosounds von Daft Punk und etlichen „Star Wars“-Zitaten (Klonkrieger, Laserschwerter, Jedi-ähnliche Wesen) von Debütregisseur Joseph Kosinski massenkonform und überaus stilsicher in Szene gesetzt. (ds)

Tron Legacy (Poster)