The Italian Job – Jagd auf Millionen

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Legenden und ihre Fußstapfen: Während Wahlberg auf der DVD “The Truth about Charlie” in eine Rolle von Cary Grant schlüpft, ist er im Kino als brillanter Klauer Charlie Croker zu sehen, den vor über 30 Jahren schon Michael Caine spielte. Wahlbergs Charme bildet die zeitgemäße Alternative zu Caines eher hemdsärmeligem Charisma. Er raubt in Venedig einen Batzen Gold, und es ist weniger der Chaostheorie als dem gierigen Komplizen Steve (Norton) zu danken, dass damit ein Jahr später der Verkehr von L. A. lahm gelegt wird. Steve klaut nämlich selbst das geklaute Gold, und fortan verfolgen ihn Wahlberg und seine Jungs, sozusagen “Krokers’s Four”.

Zugegeben, die Story vom Supercoup war schon vor “Ocean’s Eleven” ein alter Hut. Aber mit seinem HipHop-verwandten Gefühl für Tempo und Stil und dank der atmosphärischen Bilder vom “Memento”-Kameramann Wally Pfister ist Regisseur Gray hier sein bester Film seit “Set it off” gelungen. Lieber ein gelungenes Remake als gar keine guten neuen Filme. (rk)

The Italian Job - Jagd auf Millionen (Poster)