The Fountain

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Keine Frage, Darren Aronofsky („Requiem for a Dream“) wollte richtig viel: Auf drei Erzählebenen thematisiert er von spanischen Conquistadores bei den Mayas bis in eine ferne Zukunft die Suche nach dem ewigen Leben. „The Fountain“ soll drei Filme in einem sein: mystischer Historienfilm, existenzialistisches Liebesdrama und spiritueller Science-Fiction. Weil Aronfosky aber in jeder Szene das Große und Erhabene so penetrant behauptet, ist nur Bedeutungsschwangeres dabei herausgekommen. Wenn Hugh Jackman als Wissenschaftler nach einer Heilung für seine tumorleidende Frau (Rachel Weisz) sucht, geht das noch in Ordnung. Wenn er allerdings als glatzköpfiger Mönch in einer Glaskugel und mit einem knorrigen Baum des Lebens durchs Weltall schwebt, kippt dieser esoterische Mytheneintopf um in Kitsch. Und die computergenerierten, mit dröhnendem Soundtrack beladenen Bilder von unendlichen Weiten und Schlachten im Majatempel erscheinen nur noch als prätentiöser Edeltrash. (ascho)

The Fountain (Poster)