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Rückkehr nach Montauk

Rückkehr nach Montauk (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Rebecca und Max treffen sich wieder, Jahre nach ihrer Trennung. Max sieht eine Chance für die gescheiterte Beziehung.

Filminhalt

Der Vorspann ist klasse: Die Namen der am Film Beteiligten bilden sich auf der Leinwand, umspielen abstrakte Formen, die sich für Sekundenbruchteile in Industrieschatten verwandeln, eine Stahlbrücke, ein Häuserblock. Dazu dröhnt eine urbane Kakofonie, Verkehrsgeräusche, menschliche Stimmen: Willkommen in New York. Solche stilbewussten Sentenzen beherrscht Volker Schlöndorff aus dem Effeff – ansonsten ist sein nach Motiven von Max Frisch gezeichnetes Alterswerk allerdings eine Enttäuschung: Ein Schriftsteller betrügt seine Freundin, bringt das Leben seiner Ex-Geliebten durcheinander und kreist ansonsten selbstmitleidig um sich selbst. Das altbackene Frauenbild dieses Konzepts wird zwar mehrfach gebrochen, und das tolle Ensemble von Stellan Skarsgård über Nina Hoss und Susanne Wolff bis zur Entdeckung Isi Laborde tut alles dafür, dass der stilistisch oft tief in der Konvention watende Film zumindest nie langweilig wird. Weil Schlöndorff allerdings immer stark mit seinem Protagonisten fühlt, bleibt „Rückkehr nach Montauk“ ein Dokument der Reaktion: Da ist jemand sehr traurig darüber, dass die Zeit der alten weißen Heteromänner sich dem Ende zuneigt. fis

  • Rückkehr nach Montauk (Filmbild 2)
  • Rückkehr nach Montauk (Filmbild 3)
  • Rückkehr nach Montauk (Filmbild 4)
  • Rückkehr nach Montauk (Filmbild 5)