Rango

„Kann man sehen“ kulturmovies

Gore Verbinski wiedervereint mit Captain Jack Sparrow! Johnny Depp spricht für den „Fluch der Karibik“-Regisseur ein großmäuliges Chamäleon, und auch, wenn die deutschen Kinogänger davon wenig haben (deutsche Stimme: Comedian Michael Kessler) – da kann doch eigentlich nichts schiefgehen, oder? Und wie! Denn was nützt die wunderbar plastische Animation, die einen den Staub der Mojave-Wüste geradezu einatmen lässt, wenn die Story nur eine müde Großmaul-wächst-über-sich-hinaus-Variante ist? Das Hawaiihemd tragende Reptil Rango landet in einer dürregeplagten Westernstadt, macht auf dicke Hose, wird Sheriff und muss das Verschwinden der Wasservorräte aufdecken. Die Nebenfiguren sind langweilig, die Gags nicht komisch, die Handlung spannungsarm, die Hauptfigur blass. Ein Animationsfilm wie die letzten beiden Kollaborationen von Verbinksi und Gore, „Pirates of the Carribean 2 +3“: viel Aufwand, viel Pseudo-Coolness, gewollte Skurrilität, aber wenig Fantasie und Tiefgang. Hauptsache, Depp/Rango guckt komisch und schreit lustig rum. (vs)

Rango (Poster)