Promised Land

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Ein geplantes Gesetz zur Regelung des sogenannten Frackings liegt derzeit in der schwarz-gelben Koalition auf Eis. Das Erdgas-Förderverfahren ist umstritten, auch in den USA – und Matt Damon ist einer der prominentesten Kritiker der Methode. „Promised Land“ ist daher eine Herzensangelegenheit für den Hollywoodstar. Ein behutsam aufklärerisches Ökodrama, das stark beginnt und zuletzt durch zuviel Pathos, eine unglaubwürdige Wendung und eine sentimentale Lovestory alles wieder verspielt. Zuvor aber zeigt Regisseur Gus Van Sant in halbdokumentarischen Bildern eine ländliche Region im Niedergang und wirft einen unverstellten Blick ins Herz der amerikanischen Identität. Weil die Zeiten für die Landwirtschaft schlecht sind, haben die sympathischen Gaskonzernvertreter Steve (Damon) und Sue (Frances McDormand) leichtes Spiel dabei, mit den Farmern läppische Pachtverträge für ihr Land abzuschließen, das nach den Bohrungen womöglich verseucht sein wird. Warum Steve allerdings plötzlich die Seiten wechselt, vermag Damon weder als Darsteller noch als Koautor des Drehbuchs glaubwürdig zu vermitteln. (ascho)

Promised Land (Poster)