Peter Pan

„Muss man sehen“ kulturmovies

Peter Pan will nicht erwachsen werden – das war bei der Uraufführung des Theaterstückes vor 100 Jahren ein Thema, und das ist es noch heute. Nur: Wozu soll eine Realverfilmung gut sein, wo es doch den zauberhaften Disney-Klassiker gibt? Können echte Schauspieler Message und Magie der Geschichte vermitteln? Sie können, wenn Story und Spezialeffekte einander so gut ergänzen wie hier. Es ist ein fantastischer Spaß zuzusehen, wie Peter (Lausbub und Verführer: Sumpter) seinen ausgebüchsten Schatten durchs Kinderzimmer jagt und mit Wendy und ihren Brüdern an Galaxien und Planeten vorbei in sein Zauberreich Neverland fliegt. Wie die eifersüchtige Fee Tinkerbell (Sagnier) mit ihren Schwestern tanzt und Captain Hook (charismatisch: Isaacs) seine Mannschaft schikaniert. Allerdings hält sich P. J. Hogan („Die Hochzeit meines besten Freundes“) eng an das Original, das „Peter and Wendy“ heißt. Wendys Annäherungsversuche und ihr Wunsch nach einem erwachsenen Peter verschieben den Fokus vom Lausbubenfilm hin zu einem gefühlvollen Mädchenfilm – im gekonnten Wechsel mit Witz, Magie und Abenteuer. (cor)

Peter Pan (2003) (Poster)