Oskar und die Dame in Rosa

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Oskar ist zehn Jahre jung und unheilbar an Krebs erkrankt. Er weiß das, doch Eltern und Ärzte wissen nicht, dass er es weiß und verheimlichen ihm seinen Zustand. Fortan kommt Oskar das Leben vor wie eine absurde Komödie, die Erwachsenen erscheinen ihm wie die schlechtesten aller Schauspieler. Nur mit einer geheimnisvollen Catcherin schließt er Freundschaft, mit ihr kann Oskar in surreal gefilmte Fantasiewelten tauchen und Tacheles reden, über Gott und die Welt und den Tod. Erfolgsautor Eric-Emmanuel Schmitt („Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“) neigt dazu, sanft philosophische Welterklärungen in erzählerischen Kitsch zu verpacken. Damit hört er auch hier, als Verfilmer seines eigenen Romans, nicht auf. Er mischt kindliche Reflektionen über das Sterben mit der typisch französischen, boulevardesken Skurrilität à la „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Das geht oft zu Herzen und nervt dann doch wieder in seinem penetranten Versuch, ein schweres Thema unbedingt leicht vermitteln zu wollen. (rk)

Oskar und die Dame in Rosa (Poster)