Non-Stop

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Wie erzählt man einen Film in einem Satz? So: Liam Neeson spielt den Sky Marshal Bill Marks und muss Flugzeug und Besatzung retten. Klingt ziemlich vorhersehbar, ist aber Dank der verschachtelten Erzählweise und aktualisierter Stilmittel im Vergleich zu früheren Flugzeug-Schurken-Dramen wie „Air Force One“ oder „Flight Plan“ erfrischend und originell. Das äußert sich etwa in der verdeckten Kommunikation des Bösewichts (Anson Mount, „Hell on Wheels“), der per SMS ankündigt, alle 20 Minuten einen Passagier zu töten, ohne sich dabei zu erkennen zu geben. Hauptdarsteller Neeson schlüpft einmal mehr in die Rolle des zerknitterten Aufräumers, ein Talent, dass er seit „96 Hours“ kultiviert. Regisseur Jaume Collet-Sera („Unknown Identity“ mit Neeson) hat bereits in so unterschiedlichen Genres wie Horror-, Fußball- und Actionfilm reüssiert. Hier bedient sich der Spanier in 12 000 Metern Höhe satter Schauwerte mittels durchdesignter Erste-Klasse-Kabinen, brennender Flugzeughülle und stilisierter Zeitlupenaufnahmen, wenn Bordpersonal und Gäste durcheinandergeworfen werden – und der Held lässig nach der heranschwebenden Pistole greift. (ds)

Non-Stop (Poster)