Moon

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Sam Bell (Sam Rockwell) ist im Alleingang für die Bewachung des Heliumabbaus auf der dunklen Seite des Mondes zuständig, mit dem die Erde in nicht so weiter Zukunft ihren Energiebedarf deckt. Sein Vertrag läuft aus, höchste Zeit, nach Hause zu fliegen, denn sein einziges Gegenüber waren jahrelang nur das eigene Spiegelbild und Roboter Gerty (im Original von Kevin Spacey gesprochen), der Emotionalität nach Facebook-Art simuliert – mit Smiley-Icons. Plötzlich kommt alles anders, und genau das wird hier nicht verraten. Nur soviel: Der gute Sam befindet sich in einem Komplott wieder, in dem das Leben eines Arbeiters nichts wert ist … In Zeiten von irrwitzigen Sozialkürzungen könnte man da sarkastisch meinen, Sam hätte die Erde nie verlassen, und so richtig überraschen kann einem im Genre Science-Fiction zwar nichts mehr. Aber David Bowies Sohn Duncan Jones legt als Regisseur ein intensives Psychokammerspiel vor, in dem die Einsamkeit im All und die knochenbleiche Mondlandschaft die innere Wüste des Menschen widerspiegeln – und die verpixelten Nachrichten von der Erde von der Brüchigkeit der modernen Kommunikation erzählen. (rk)

Moon (Poster)