Mirrors

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Wow! Was für ein Vorspann! Manhattan an sich ist ja schon ein städtebauliches Monstrum, wenn aber wie hier Luftaufnahmen von der New Yorker Halbinsel auch noch gespiegelt und verzerrt werden, scheint die Stadt Zähne zu zeigen. Schon 2006 hatte das Regie/Kamera-Gespann Alexandre Aja und Maxime Alexandre die Behauptung „The Hills have Eyes“ bewiesen, nun beleben sie andere scheinbar tote Objekte. Gemäuer zum Beispiel, die zu weinen scheinen und vor allem Spiegel, in denen Dämonen gefangen sind. Dumm für den aufbrausenden Ex-Polizisten Ben Carson (Kiefer Sutherland), dass das alles an seinem neuen Arbeitsplatz passiert. Er ist Nachtwächter in der Ruine eines ausgebrannten Kaufhauses. Dort spukt es, und die Geister drohen Bens Familie zu sich zu nehmen, wenn er sie nicht rechtzeitig erlösen kann. Aja versucht, gehobene Horrormystik Marke „The Others“ mit deftigem Genregemetzel zu verbinden. Das hat seinen Reiz, aber die Handlung gerät zunehmend vorhersehbar, zu oft münden die Effekte in unfreiwillige Komik. Daran ändern dann die souveränen Darsteller so wenig wie die tollen Bilder aus dem Vorspann. (rk)

Mirrors (Poster)