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Mein liebster Alptraum

Mein liebster Alptraum (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

Die Helden in Anne Fontaines Komödie könnten unterschiedlicher kaum sein: Agathe (nie war Isabelle Huppert spröder) ist die Chefin einer Galerie für moderne Kunst, die bis zur Lebensfeindlichkeit selbstkontrollierte Intellektuelle. Plötzlich steht ein Vollproll mit Vorschlaghammer in ihrer Luxuswohnung am Jardin du Luxembourg und reißt Wände ein: Der von ihrem Ehemann engagierte Handwerker Patrick (grandios überdreht: Benoît Poelvoorde) renoviert die Wohnung. Regisseur Fontaine („Coco Chanel“) gestaltet diesen Culture Clash sowohl nachvollziehbar realistisch als auch überzogen komisch. Dass das klappt, liegt einerseits am großen schauspielerischen Potenzial der Hauptdarsteller, nicht zuletzt aber am Drehbuch. Vor allem Patrick, der in überaus prekären Verhältnissen lebt, gewährt das Skript trotz mancher Slapsticknummer seine Würde. „Mein liebster Alptraum“ besticht durch seine schnellen und pointierten Dialoge und durch sein Handlungstempo vor allem wenn Patrick es vorgibt, während der Film in seiner Bildästhetik eher konventionell bleibt. Aber das ist schon gut so. (jw)

  • Mein liebster Alptraum (Filmbild 2)
  • Mein liebster Alptraum (Filmbild 3)
  • Mein liebster Alptraum (Filmbild 4)
  • Mein liebster Alptraum (Filmbild 5)