Malavita – The Family

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Einmal Mafiosi, immer Mafiosi: Im Zuge eines Zeugenschutzprogramms wird der Mafia-Pate Giovanni Manzoni (Mafia-Spezi De Niro) samt Anhang von New York in ein malerisches Dorf in der Normandie verfrachtet. Aber alte Gewohnheiten lassen sich nicht so leicht ablegen. Als Mutter Maggi (Pfeiffer) sich im örtlichen Supermarkt schlecht bedient fühlt, lässt sie kurzerhand den Laden in Flammen aufgehen. Der Sohn zockt in der Schule profimäßig die Mitschüler ab, das Familienoberhaupt liefert sich derweil Schießereien mit Berufskillern. Die Ruhe im Dorf ist dahin – und der Zuschauer schaut diesem munter gespielten und schnell geschnittenen Genremix etwas unbeteiligt zu. Denn die Mobsippe mordet, meuchelt und verstümmelt, was ihnen im Weg steht, erlebt aber weder eine Entwicklung noch eine Läuterung. Sympathisch macht sie das nicht gerade. Luc Bessons Humor schwankt dabei von tiefschwarz und albern bis zu gewaltverherrlichend. Umso überraschender, wenn De Niros kaltschnäuziger Mafia-Boss zwischendurch plötzlich sentimental wird. (ascho)

Malavita - The Family (Poster)