Lee Scratch Perry’s Vision of Paradise

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Er war mal ein Fisch, hält sich für Gott, erhielt den Gründungsbefehl für sein Studio von einem Geist und lebt längst nicht mehr auf seiner Heimatinsel Jamaika, sondern behaglich kiffend in den Schweizer Alpen: Lee „Scratch“ Perry. Volker Schaners Kinodoku schildert den Mann, der Bob Marley auf die Sprünge half und den Dub erfand, als einen der wichtigsten Musiker des 20. Jahrhunderts – entlarvt ihn aber auch unfreiwillig als spinnerten Spirituellen (oder umgekehrt), hinter dessen Paradiesvogelfassade sich ein von Verbitterung umflorter Melancholiker verbirgt. Am Ende weiß man nicht, ob Perry, der am 24. März 80 wird, nur wirr ist oder auch ein wenig weise. Und das gilt auch für den Film. mw

Lee Scratch Perry's Vision of Paradise (Poster)