Toubab: Kampf mit harten Bandagen

Toubab: Zwei Typen kämpfen mit harten Bandagen © Camino Filmverleih 2021
Toubab: Zwei Typen kämpfen mit harten Bandagen © Camino Filmverleih 2021

Toubab ist ein Kampf mit harten Bandagen. Und ein kluger Kinospaß mit ernstem Unterton. Nach seiner Entlassung aus der Haft freut sich Babtou (Faba Dieng) riesig auf einen Neuanfang: mit seinem Kumpel Dennis (Julius Nitschkoff) die Freiheit genießen, die Welt umarmen — und nichts mehr mit der Justiz zu tun haben. Doch ausgerechnet seine spontane Willkommensparty läuft dermaßen schief, dass Babtou noch am gleichen Abend wieder Handschellen trägt. Mit dramatischen Konsequenzen: Aufgrund wiederholter Straffälligkeit soll er in sein „Heimatland“ Senegal ausgewiesen werden. Aber Babtou kennt den Senegal nur aus Geschichten seines Vaters. Er ist in Deutschland geboren, seine Heimat ist Frankfurt. Um die drohende Abschiebung in letzter Sekunde zu verhindern, sind Babtou und Dennis zu allem bereit…

Toubab: Zwei Typen in einem Kampf mit harten Bandagen

Die Idee zum Film Toubab ist Regisseur Florian Dietrich aus den Begegnungen mit jungen Gefangenen im Strafvollzug entstanden, mit denen Dietrich in der JVA in Wiesbaden immer wieder bei Theater- und Kunstprojekten zusammengearbeitet hatte. Manche hatten ein Abschiebeverfahren am Hals, und das, obwohl sie in Deutschland geboren sind. Einige von ihnen wurden nach der Haft tatsächlich in die Länder abgeschoben, aus denen sie ihren Pass haben. Diese Ungerechtigkeit war für sie der erste Anstoß, sich dieses Themas anzunehmen. Der Name Babtou ist Back Slang, eine kodierte Sprache, in der das geschriebene Wort rückwärts gesprochen wird, in diesem Fall für den im Filmtitel genannten „Toubab“ (für „Weißer Mann“). Hier finden Sie mehr Infos und auch die Starttermine in den Kinos zum Film Toubab.