Prélude: „Dark“-Star Louis Hofman verliebt sich in Liv Lisa Fries aus „Babylon Berlin“

„Prélude“ ist nicht Louis Hofmanns („TV-Serie „Dark“) bester Film, sehr wohl aber seine bisher überzeugendste Darstellerleistung: In Sabrina Sarabis Regiedebüt spielt er den 19-jährigen David, der von einer Karriere als Konzertpianist träumt und als Student am Musikkonservatorium um ein Stipendium an der Juilliard School in New York konkurriert. „Prélude“ setzt als ein langsam erzähltes Drama ein und pendelt zwischen Davids spartanisch eingerichtetem Zimmer und dem imposanten Konzertsaal, in dem er von der unterkühlten Professorin Matussek (Ursina Lardi) unterrichtet wird.

Sarabi nutzt in „Prélude“ vor allem den Sound, um die Konkurrenzsituation und den immer größer werdenden Leistungsdruck abzubilden: Zunehmend mischen sich Dissonanzen in die Pianoklänge, wenn David immer wieder dieselben Takte spielt, zerrt die Wiederholung an den Nerven des Zuschauers, und selbst das Klackern eines Tischtennisballs erinnert an ein Metronom. Doch auch wenn es in ihn brodelt, hält David die Fassade aus Höflichkeit und Distanz aufrecht. Selbst, als er sich in die Gesangsstudentin Marie (Liv Lisa Fries, Babylon Berlin“) verliebt, findet er kaum Worte und kann sich ihr nicht anvertrauen.

Die Kamera rückt dem vermeintlich beherrschten und kontrollierten Protagonisten immer näher – und es sind nur die Mimik und ganz kleine Gesten, mit denen es Hofmann gelingt, die Versehrtheit seiner Figur offenzulegen, die sie so angestrengt zu verbergen versucht. cs

„Prélude“ startet am 29. August.

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