Jetzt im Kino: Unhinged – Außer Kontrolle

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Oscar-Preisträger und Charakterdarsteller Russell Crowe zeigt sich in seinem aktuellen Film „Unginged – Außer Kontrolle“ von der unkontrollierten Seite. Als wütender Mann, der nichts mehr zu verlieren hat, lässt Russell Crowe seine Wut an Mitmenschen aus, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Die Spannung zwischen Jäger und Gejagten wird auch für den Zuschauer zur schweren Geduldsprobe.

Russell Crowe hat schon viele Rollen in seiner Karriere verkörpert. Als Henry Jekyll tauchte er in der Neuverfilmung „Die Mumie“ auf, zeigte sich im Bibelflop „Noah“ als gleichnamige Hauptfigur, wo er die Welt vor der Katastrophe rettete und kämpfte als „Gladiator“ in der Arena. Mit diesem Film gelang ihm nicht nur der internationale Durchbruch, sondern die ungewöhnliche Rolle sicherte ihm auch den Oscar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“.

Regisseur Ridley Schott schuf mit dem Film ein Meisterwerk aus Sand und Staub, dem kaum ein Produzent zu Beginn Hoffnung schenkte. Zu altmodisch, zu klassisch, zu lang. Doch „Gladiator“ schaffte das Unmögliche und holte das Genre des Sandalenfilms zurück in die Moderne. 2000 war das Jahr, in dem Russell Crowe als Gladiator nicht nur Millionen an den Kinokassen einnahm. Lizenzen für Merchandise-Artikel wie T-shirts und Tassen kamen dem gesamten Filmteam ebenso zugute. Sogar unter den Online Spielautomaten bei Anbietern wie Eurogrand findet man verschiedene Gladiator-Spiele. So können Fans den Film nochmals Revue passieren lassen. Ob „Unhinged – Außer Kontrolle“ den selbigen Effekt nach sich zieht, bleibt abzuwarten.

Wut im Bauch

Unter der Regie von Derrick Borte („The Joneses – Verraten und verkauft“) übernimmt Russell Crowe die Rolle eines fremden Autofahrers, der sich wahllos seine Opfer auf den Straßen seiner Stadt sucht. Als Mutter Rachel (Caren Pistorius) mit ihrem Sohn Kyle unterwegs ist, begegnet sie dem Fremden an einer Ampel. Mit einem Überholmanöver, welches sich der Fremde nicht gefallen lassen will, beginnt die Jagd auf die Mutter. Warum oder wieso Rachel zum Opfer wurde, kann sich die junge Frau nicht erklären. Tatsache ist, dass in dem beginnenden Katz-und-Maus-Spiel nur einer der Gewinner sein kann.

Erinnerungen werden wach

Der Grundgedanke der Geschichte ist nicht neu. Das Drehbuch, für welches Carl Ellsworth („Disturbia“, „Last House On The Left“) verantwortlich zeichnet, erinnert in seinen Grundzügen an Joel Schumachers „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“. 1993 zeigte sich Michael Douglas in der Rolle eines frustrierten Mannes, dessen Sicherungen mitten in einem Stau durchbrannten. Nach ähnlichem Prinzip geht nun auch Russell Crowe die Wände hoch.

Aktuell läuft der Film noch in ausgewählten Kinos und sorgt an grauen Herbsttagen für angenehme Unterhaltung. Ein Meisterwerk für die Ewigkeit sollten Besucher nicht erwarten. Zu vorhersehbar und überraschungsarm präsentiert sich die amerikanische Produktion. Doch als Ersatz für die ständigen Verschiebungen großer Blockbuster wie „James Bond – Keine Zeit zu sterben“ oder „Wonder Woman 1984“ erfüllt der Actionstreifen seinen Zweck.

Für sein nächstes Projekt bleibt Russell Crowe im Thriller-Genre. „The Georgetown Project“ heißt der neue Film, der 2021 in die Kinos kommen soll. In dem vom Joshua John Miller und M.A. Fortin inszenierten Film spielt Crowe einen Schauspieler, der während eines Horrorfilmes zu seiner alten Form zurückfindet.