Die Glücksspielmetropolen sind eine beliebte Kulisse in Filmen

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Las Vegas taucht in unzähligen Filmen auf.

Unterhaltung und Glücksspiel verbindet man üblicherweise mit jener Stadt in der Wüste Nevadas, die dieses Image transportiert, wie keine andere. Las Vegas dient Hollywood seit jeher als perfekte Kulisse für außergewöhnliche Abenteuer. In Europa hat das Fürstentum Monaco diese Rolle übernommen, während in Asien Macao kurz davor steht, Las Vegas den Rang abzulaufen.

Las Vegas ist unübertroffen

Die Wüstenmetropole ist nicht erst seit gestern jener Ort, an dem die Action stattfindet. Das hat schon der britische Geheimagent James Bond in seinen zahlreichen Abenteuern erkannt. Nicht umsonst zählen Casinoszenen zu einem fixen Bestandteil seiner Filme. Vor genau 50 Jahren eroberte Bond Las Vegas und zeigte die Stadt in ihrem besten Licht. Die Produzenten von „Diamantenfieber“ drehten zahlreiche Schlüsselszenen im ehemaligen Hilton Las Vegas. Seine Vorliebe für Casinospiele und Poker behielt er während der letzten 50 Jahre bei. „Casino Royale“ aus dem Jahr 2006 rückte sogar ein Duell in den Mittelpunkt, das die beiden Gegner beim Spiel Poker zeigt.

Seither haben zahlreiche Filmklassiker Las Vegas als spektakuläre Kulisse genutzt. Die „Oceans Eleven“ Serie fand hier ebenso ihre Heimat, wie die Teile 1 und 3 der legendären Komödie „Hangover“. Das Drama „Casino“ von Martin Scorsese zeigte Las Vegas in all seinen Facetten und stellt einen Höhepunkt im Filmschaffen des Meisterregisseurs dar. Einen ähnlichen Status hat sich „Rain Main“ mit Dustin Hoffman und Tom Cruise erarbeitet. Das Road Movie kassierte vier Oscars, darunter für Hauptdarsteller Hoffman, der als Autist vollends überzeugte. Einen Oscar gewann auch Nicolas Cage für seine Darstellung in „Leaving Las Vegas“. Seine vom Schicksal gebeutelte Figur lernt ausgerechnet am persönlichen Tiefpunkt, dass das Leben durchaus lebenswert sein kann.

Die Gaunerkomödie „21“ hingegen demonstrierte, wie ein raffiniertes Team die Wahrscheinlichkeiten am Blackjack-Tisch austricksen kann. Der Film basierte auf einer wahren Geschichte, die Las Vegas verändert hat. Seither unternehmen die Casinos alles, um das Kartenzählen zu verhindern. Die historischen Persönlichkeiten des Streifens haben also tatsächlich den Lauf der Dinge für Las Vegas verändert. Das konnten bisher nur wenige von sich behaupten. Doch die Stadt kämpft nicht nur im Film oder in der öffentlichen Wahrnehmung mit ihrer Vormachtstellung, denn die Stadt ist längst nicht mehr die wichtigste Glücksspielmetropole der Welt.

Macao etabliert sich als Newcomer

Macao hat Las Vegas längst den Rang abgelaufen. Betrachtet man die Umsatzzahlen, dann ist die asiatische Metropole bereits seit Jahren das Glücksspielzentrum Nr. 1 der Welt. Das hat sich nun auch im neuesten Film des Marvel Cinematic Universe bemerkbar gemacht. Der erste Martial-Arts-Film vom Marvel rückt nicht nur einen fast rein asiatischen Cast in den Vordergrund, sondern auch die asiatische Filmgeschichte und deren Locations. „Shang Chi“ zeigt erstmals deutlich, wohin sich die erfolgreichste Filmfirma der Welt zukünftig in ihren Geschichten hinbewegen will. Macao spielt in der Story eine zentrale Rolle.

Macao befindet sich auf der Überholspur.

Die Metropole wird wenig verwunderlich in ihrer vollen Pracht präsentiert und gibt einer spektakulären Action-Szene ihre Heimat. Die Kritiker zeigten sich nach der Premiere davon mehr als nur angetan. Im Gegenteil, manche sprachen sogar von der besten Action-Szene, die man bei Marvel bisher zu Gesicht bekommen hat. Damit diese auch so richtig zur Geltung kommt, haben sich die Macher einiges einfallen lassen. Sowohl die Location, als auch die Art, wie die Kämpfe gefilmt wurden, sind ein Fest für Fans. Die musikalische Untermalung, und die streckenweise verlangsamten Bewegungen zitieren Jahrzehnte an asiatischer Filmgeschichte und erinnern mehr an einen durchkomponierten Tanz, als an herkömmliche Action-Szenen.

Der außergewöhnliche Drehort lockte in der Vergangenheit auch schon James Bond nach Macao. Hier war einer der Schauplätze des wohl besten Bond-Films aller Zeiten. „Skyfall“ überzeugte Fans und Kritiker weltweit. Da wollte die Parodie „Johnny English“ offenbar nicht nachstehen. Der zweite Teil der Filmreihe wurde ebenfalls teilweise in Macao gedreht. Doch auch Europa hat sein eigenes Glücksspielzentrum, das oft in Filmen auftaucht.

Monaco glänzt als Hotspot der High Society

Das Fürstentum Monaco gilt als mondäner Hotspot der High Society. Kein Wunder also, dass auch die Filmindustrie seinen Glanz und Glamour in den Vordergrund rückt. Immerhin war die ehemalige Fürstin Gracia Patrizia zuvor ein echter Filmstar. Sie begründete mit dem Streifen „Über den Dächern von Nizza“ einst den internationalen Ruhm des Fürstentums. Als sie zur Präsentation des Films zu den Filmfestspielen nach Cannes reiste, nahm das Schicksal seinen Lauf. Fürst Rainer lud sie ein, der Rest ist Geschichte. Aus dem Filmstar Grace Kelly wurde die Fürstin Gracia Patricia.

Natürlich waren in der Zwischenzeit auch die üblichen Verdächtigen mit ihrer Filmcrew längst hier. Danny Ocean vergnügte sich hier im zweiten Teil von „Oceans Eleven“ ebenso wie Pierce Brosnan im James-Bond-Film „Goldeneye“. Mit dem Auftritt von „Iron Man 2“ aus dem Marvel Cinematic Universe schließt sich wieder der Kreis. Beim Auftritt von Bösewicht Ivan Vanko beim Historischen Grand Prix von Monaco nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Abenteuer, Action und Romanze

Die zahlreichen Beispiele beweisen nachdrücklich, wie gut sich die Glücksspielmetropolen dieser Welt als Location für die unterschiedlichsten Geschichten einsetzen lassen. Bis heute gelten sie als idealer Schauplatz für Abenteuer, Action und romanische Verwicklungen. Hollywood setzt nach wie vor auf großes Kino und wird den Zuschauern auch in Zukunft Lust auf Abenteuer machen.