Die Agentin: Diane Kruger als Spionin auf der Flucht

Zurückhaltung statt furioser Actionshow: Anders als in den exotisch-knalligen James-Bond-Abenteuern geht es in Yuval Adlers Bestselleradaption „Die Agentin“ deutlich gemäßigter zur Sache. Das auf einem Roman des früheren israelischen Geheimdienstmitarbeiters Yiftach Reicher Atir basierende Drama erzählt von einer Frau namens Rachel (Diane Kruger), die sich nach einiger Zeit der Funkstille urplötzlich bei ihrem früheren Verbindungsmann Thomas (Martin Freeman) meldet.

Im Lager des Mossad schrillen nach ihrem kryptischen Anruf umgehend alle Alarmglocken. Immerhin verfügt die einst im Iran eingesetzte Spionin über brisante Informationen.Anfangs fällt es einem nicht gerade leicht, den Weg in die zwischen Gegenwart und Vergangenheit changierende Geschichte zu finden. Das Psychogramm der Hauptfigur bleibt insgesamt etwas zu bruchstückhaft. Gleichwohl entwickelt der auf plumpe Effekthascherei zumeist verzichtende Film in manchen Passagen einen eigenwilligen Reiz. Mit ihrer unprätentiösen, aber eindringlichen Darbietung demonstriert Diane Kruger auf jeden Fall einmal mehr ihr nach wie vor unterschätztes schauspielerisches Können. cd

„Die Agentin “ startet am 29. August.

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