„Dear future Children“: Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen

Dear Future Children
Foto: Camino Filmverleih

In dem Dokumentarfilm „Dear Future Children“ von Franz Böhm, der seit dem 14. Oktober in den deutschen Kinos läuft, spielen Pepper, Hilda und Rayen die Hauptrolle. Doch in Wirklichkeit spielen die drei jungen Frauen ihre Rollen nicht, sondern sie leben sie.

Obwohl die drei Aktivistinnen aus verschiedenen Ecken der Welt kommen und sie ganz unterschiedliche Probleme bewegen, gehen alle drei den gleichen Weg: Sie werden selbst aktiv und lehnen sich auf gegen Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer, tödliche Dürre oder Regierungen, die nicht zuhören wollen. Sie teilen ein ziemlich ähnliches Schicksal und sie haben nicht vor aufzugeben: weder Hilda, die in Uganda für die Zukunft unserer Umwelt kämpft, noch Rayen oder Pepper, die in Santiago de Chile und Hongkong für mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie auf die Straßen gehen.

Der Film ist auch ein Porträt über eine junge Generation, die zurecht wütend ist und weiter kämpfen wird. Für ihre und alle zukünftigen Kinder.

Bildstarke Aktivisten-Doku kommt ins Kino

Regisseur Böhm, der selbst erst Anfang 20 ist, bedient sich in der Doku einer besonders starken Bildsprache. Die Bildsequenzen sind noch fesselnder und beklemmender als es in den filmischen Dystopien der letzten Jahre sowieso schon üblich war. Dramatische Musikuntermalung und suggestive Schnitte verstärken den Effekt. „Liebe zukünftige Kinder“ zeichnet klare Fronten, ein gemeinsamer Kampf lässt sich erahnen, doch die drei Frauen treffen sich nie – auch nicht auf der Erzählebene. Hier lesen Sie mehr über „Dear Future Children“.