Jagdfieber

„Kann man sehen“ kulturmovies

Damit also will das neu gegründete Animationsstudio von Sony Pictures den Platzhirschen im Geschäft Konkurrenz machen. Am Personal hätte es eigentlich nicht scheitern dürfen. Zum Regieteam gehören Roger Allers („Der König der Löwen“) und Jill Culton, der auch „Toy Story“ und „Die Monster AG“ mitentwickelt hat. Und dann kommt das dabei raus: ein langweiliges, polterndes Tierweltdrama mit sonderbarer Aussage. Immerhin: Diese vermenschlichten Waldtiere sind auf höchstem technischen Niveau bis ins letzte Bärenhaar animiert. Letzteres gehört dem grummeligen Boog, der bei einer Rangerin aufgewachsen ist und der in Shows als schokoriegelsüchtiger Tanzbär vorgeführt wird. Nun soll er zurück in den Wald. Dort fürchtet sich alles, was kreucht und fleucht, vor den zur Jagdsaison einfallenden Menschen. Will uns der Film also zu Menschen erziehen, die Tiere lieben und respektieren? Warum aber benutzen dann Boog und sein Kumpel Elliot, ein hyperaktiver Hirsch mit der Stimme von Jürgen Vogel, Kaninchen als Putzlappen und Wurfgeschoße? Komisch ist das nicht, und auch nicht niedlich oder subversiv. Es ist einfach nur Symbol des Scheiterns. (ascho)

Jagdfieber (Poster)