Into the Blue

„Kann man sehen“ kulturmovies

Keine Angst: Wer im Kino sitzt und schon den nächsten Tauchurlaub plant, braucht sich nicht zu fragen, warum ihm solche Gedanken durch den Kopf schwirren. Denn die erste halbe Stunde von John Stockwells Unterwasser-Abenteuer bietet außer schönen Bildern nichts. Ein Pärchen auf den Bahamas (Paul Walker, Jessica Alba) bekommt Besuch von einem anderen Pärchen (Scott Caan, Ashley Scott). Gemeinsam tauchen die Vier an bunten Fischschwärmen und Korallenriffen entlang und zeigen viel nackte Haut und wahlweise muskulöse oder geschmeidige Körper. Damit die Unterwassershow nicht zu öde gerät, entdecken sie auf dem Meeresgrund zunächst einen wertvollen Dolch und kurz darauf ein abgestürztes Flugzeug, randvoll mit Kokain. Was folgt, ist aus dem Kursbuch des Storytelling: Erst streiten sich die Tauch-Schönheiten untereinander, dann tauchen die zum Koks gehörigen Dealer auf, und schließlich gehen die ersten Harpunen los. Aus „Into the Blue“ wird „Into the Dark“. Doch die Action kommt zu spät – da ist der Film längst in die Untiefen des Mariangrabens weggegluckert. (fm)

Into the Blue (Poster)