In den besten Händen

„Sollte man sehen“ kulturmovies

In den besten Händen | Kritik

Das Sozialdrama von Catherine Corsini spielt in einem völlig überlasteten Pariser Krankenhaus. Wir sind im Jahr 2018, rundherum sorgen die Gelbwesten-Proteste für schlimme Ausschreitungen: Demonstrierende sowie Polizist:innen stehen sich in brutaler Gewalt in nichts nach. Auf beiden Seiten werden Menschen verletzt, kommen in die Notaufnahme und bringen das Krankenhauspersonal ans Ende ihrer Kräfte. Unruhige Kameraführung, sterile Beleuchtung und explizite Darstellung von Verletzten und Sterbenden erzeugen eine äußerst beklemmende Atmosphäre, fast wie in einem Kriegsgebiet, und der Film trägt das in den Kinosaal.
Unter diesen Umständen trifft die Künstlerin Raphaela in der Notaufnahme auf den LKW-Fahrer Yann. Sie hat sich in ihrer Pariser Altbauwohnung den Arm gebrochen, er wurde auf den Protesten verletzt. Aufgrund der extremen Situation sind die beiden gezwungen, sich zu helfen, obwohl sie sich unsympathischer nicht sein könnten.
Der Film veranschaulicht die gesellschaftlichen Spannungen von 2018 sehr gut. Viel mehr lässt sich über die Gelbwesten-Proteste und die damaligen Dynamiken in einem Spielfilm nicht lernen. Die lesbische Raphaela und der machohafte Yann müssen unter diesen chaotischen Umständen sogar lernen, zusammenzuarbeiten – und gemeinsam eine Geburt wuppen, was zu einigen komischen Szenen führt – und zu beginnender gegenseitiger Akzeptanz. jm

In den besten Händen | Fotos

In den besten Händen | Besetzung

In den besten Händen (Poster)

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