Ich bin dein Mensch

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Bringdienste wie Amazon florieren wie nie zuvor: Wir sind es längst gewohnt, uns jeden Wunsch direkt nach Hause liefern zu lassen. In „Ich bin dein Mensch“ erlebt die Berliner Wissenschaftlerin Alma (Maren Eggert) die Extremversion: Eine Firma verspricht, robotische Seelenverwandte herzustellen. In Almas Fall heißt der Tom (Dan Stevens), hat einen britischen Akzent und ein strahlendes Lächeln. Anfangs ist die unsentimentale Alma skeptisch, muss aber bald feststellen, dass man sich auch ungewollt in eine Maschine verknallen kann.

Doch kann man etwas lieben, das vielleicht gar keine Gefühle hat? Maria Schrader („Unorthodox“) inszeniert ihre Tragikomödie unspektakulär und mit dem Fokus auf den beiden Hauptdarsteller*innen, die eigentlich zerebrale Sci-Fi-Thematik wird mit warmem Jazz-Soundtrack aufgelockert. Der leichte Ton täuscht dabei nicht darüber hinweg, dass es hier um ein echtes Problem geht – das in nicht allzu ferner Zukunft auch in der Realität ankommen dürfte. mj

Ich bin dein Mensch (Poster)