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„Sollte man sehen“ kulturmovies

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1984 ist der Deutsche Wim Wenders in die USA gereist und hat mit „Paris, Texas“ einen zutiefst amerikanischen Film gedreht. Wahl-Angeleno Franka Potente hat jetzt etwas ähnliches geschafft: Wer es nicht weiß, würde niemals ahnen, dass es sich bei „Home“ in Wahrheit um eine deutsche Produktion handelt, die zu großen Teilen in NRW gedreht wurde. Für ihr Spielfilmdebüt hat Potente, die auch das Drehbuch geschrieben hat, sich eine klassische Geschichte über Schuld und Vergebung ausgedacht. Darin kehrt Marvin (Jake McLaughlin) nach 17 Jahren im Knast auf dem Skateboard in seine Heimatstadt zurück, wo er als Teenager eine alte Dame ermordet hat. Der Empfang ist entsprechend frostig, selbst seine krebskranke Mutter (Kathy Bates) braucht Zeit, um sich wieder an ihn zu gewöhnen. Dann fühlt sich Marvin auch noch zu Delta (Aisling Franciosi) hingezogen, der Enkelin seines Opfers …

Dieselbe Story hätte Potente auch in Köln spielen lassen, aber das hätte nicht halb so gut ausgesehen: In „Home“ brennt die Sonne vom kalifornischen Himmel, Autoruinen sprenkeln die Vorgärten, alte Damen haben Schrotflinten unter dem Bett versteckt. So sieht Amerika aus – zumindest im Film. mj

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