Helden der Wahrscheinlichkeit – Riders Of Justice

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Helden der Wahrscheinlichkeit - Riders Of Justice | Kritik

Mads Mikkelsen hat die heimische dänische Filmindustrie einst als seine Basis bezeichnet, der er immer treu bleiben würde. Und er bleibt seiner eigenen Aussage ebenfalls treu. Zwar treibt sich Mikkelsen, spätestens seit seiner Rolle als Bond-Gegenspieler Le Chiffre in „Casino Royale“ einem größeren Publikum bekannt und ein internationaler Star, immer längere Abschnitte in der Filmwelt herum. Er spielt dann bei „Star Wars“ mit, in einem Marvel-Film oder als Auftragskiller in einer wüsten Graphic-Novel-Verfilmung von Netflix. Dann aber kehrt Mikkelsen nach Dänemark zurück und dreht einen wirklich guten dänischen Film, mit Leuten, mit denen er schon vor seiner letzten Tour durch das globale Unterhaltungskino einen wirklich guten dänischen Film gedreht hat. Wie zum Beispiel Regisseur Anders Thomas Jensen und die Schauspielkollegen Nikolaj Lie Kaas und Nicolas Bro, mit denen Mikkelsen schon so manche kohlpechrabenschwarze Komödie gemacht hat („Dänische Delikatessen“, „Adams Äpfel“) – Filme, die mit viel Herz, Hirn, Humor und Gewalt die ganz großen Außenseiter an den ganz großen Themen herumlaborieren lassen: Religion, Liebe, Schicksal, der Sinn des Lebens. In „Helden der Wahrscheinlichkeit“ sind Mikkelsen, Jensen, Kaas und Bro nun wieder vereint. Und sie belegen uns, dass alle Dinge mit allen Dingen zusammenhängen – auch der Weihnachtswunsch eines estnischen Mädchens mit dem blutigen Rachefeldzug gegen eine dänische Rockerbande –, dass aber leider nichts davon etwas bedeutet. Ein Film, wie es nur das so gebeutelte und totgesagte Kino zustande bringt. Mikkelsen ist derweil schon wieder unterwegs, den fiesen Schuft in einem „Tribute von Panem“-Klon spielen. Aber er kommt wieder. Keine Frage. vs

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Helden der Wahrscheinlichkeit - Riders Of Justice | Besetzung

Helden der Wahrscheinlichkeit - Riders Of Justice (Poster)

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