Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück

„Sollte man sehen“ kulturmovies

François Lelord ist das französische Pendant zum deutschen Bestsellerautor und Glückssucher Eckart von Hirschhausen. Dass sich nun der britische Regisseur Peter Chelsom („Hear my Song“, „Funny Bones“) dieser im Grunde naiven Geschichte Lelords angenommen hat, ist – passend zu Hectors Suche – ein Glücksfall. Denn die Erkenntnisse, die der Londoner Psychiater (Simon Pegg) auf seiner Weltreise über das menschliche Glück gewinnt, haben bestenfalls den Tiefgang von Kalendersprüchen. Chelsoms Adaption aber ist mit englischem Humor angereichert und steckt voller kleiner Ideen – von Hectors animierten Notizbuchskizzen bis hin zu makabren Slapstickeinlagen unter afrikanischen Warlords. Dass „Hectors Reise“ nicht zum Esoterikkitsch verkommt, sondern eine zutiefst menschliche Komödie und ein unterhaltsame Road- und Feelgoodmovie wurde, ist aber auch Simon Pegg zu verdanken. Der britische Schauspieler („Shaun of the Dead“) macht aus Hector einen liebenswerten Exzentriker mit Lausbubencharme, dem man auch Szenen ironiefreier Todesangst und überwältigende Liebesgefühle abnimmt. (ascho)

Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück (Poster)