Happy Feet

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Mumble sieht aus wie eine kuschelige Kugel mit eisblauen Knopfaugen– zum knuddeln. Doch in der Antarktis ist er ein Ausgestoßener: Als einziger Pinguin kann er nicht singen, bei ihm kommt nur ein krächzendes Tröten heraus. Aber ohne Herzenslied findet er keine Partnerin, und Mumble stände ein einsames Leben bevor, wenn er nicht ein Talent besäße: das Tanzen. Mit seinen gesegneten Watschelfüßen gewinnt er am Ende nicht nur das Herz des Gesangstars Gloria, sondern rettet auch die Kolonie vorm Verhungern und vor hässlichen Aliens – den Menschen. Die feine digitale Computeranimation ist beeindruckend, besonders Mumbles abertausende Bauchfedern. Ebenso gelungen sind die Nebenfiguren, Machopinguine mit mexikanischem Akzent oder dummdreiste Seelöwen. Das Animationsmusical von George Miller („Ein Schweinchen namens Babe“) rockt, steppt und hat für jeden etwas zu bieten. Und da liegt auch das Manko, das mit zunehmender Laufzeit deutlich zutage tritt: „Happy Feet“ ist ein Trittbrettfahrer des dokumentarischen Überraschungserfolgs „Die Reise der Pinguine“: eine massentaugliche Ausschlachtung der possierlichen Tierchen und ihres dramatischen Leben im ewigen Eis. (ik)

Happy Feet (Poster)