Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt!

„Kann man sehen“ kulturmovies

Die Strichmännchenfiguren von Comiczeichner/Autor Jeff Kinney haben durch ihre kindliche Schlichtheit und Naivität großen Charme; die Alltagssorgen der präpubertären Kids sind in der Buchversion originell und komisch. Doch auf der großen Leinwand versandet der Witz der Cartoons. Und die Verfilmung des deutschstämmigen US-Regisseurs Thor Freudenthal bietet zu wenig Handlung und Tempo, um über diesen Mangel hinwegzutäuschen. Vor allem aber gelingt es Freudenthal nur bedingt, aus den nervig-nerdig-neurotischen Middle-School-Preteens sympathische Figuren aus Fleisch und Blut zu machen. Die verzweifelten Versuche des 11-jährigen Greg (Gordon), sich auf dem Schulhof in der Beliebtheitsskala nach oben zu arbeiten, sind zielgruppengerecht für minderjährige Zuschauer mit albernen Zoten versetzt. Ein paar Lichtblicke bilden nur die wenigen animierten Cartoonsequenzen. Aber auch sie erinnern Kenner der Vorlage hauptsächlich daran, was hier gerade versemmelt wird. (ascho)

Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! (Poster)