Gottes vergessene Kinder

Kai Niemeyer von der AZ hat geschrieben: „Angeborene Taubheit ist zuerst auch Sprachverlust. Und die Mauer des Schweigens wird zur Kommunikations-Barriere. Nun hat die Regisseurin Randa Haines nach dem preisgekrönten Theaterstück „Children Of A Lesser God“ von Mark Medoff versucht, die Problematik auch filmisch aufzuschlüsseln: Die Hürden der Therapie, die Vorurteile, die Nachsicht, die nicht hilft. Der Therapeut James (William Hurt, ganz introvertiert) verliebt sich in die Schwierige, die nicht einmal Lippenlesen lernen will. Ein Identifikationspaar also war da. Die Umwelt liefert die dramatischen Elemente frei Haus und Marlee Matlin, die Taube auch im Leben, liefert eine oscarreife Darstellung. Unvorstellbares gelingt, mit Gebärdensprache werden alle Variationen der Partnerschaft ausgedrückt. Doch da kommt plötzlich Spekulation ins Spiel: Liebensszenen unter Wasser (Stille!), Rockmusik und Bach (kein Krach!), die Regisseurin läuft der Dramaturgie davon, Sex ist Spannung, Love fordert Happy-End.“