Giulias Verschwinden

„Sollte man sehen“ kulturmovies

„Uns Alte sieht man nicht mehr. Wir sind unsichtbar.“ Die 50-jährige Giulia (Corinna Harfouch wie immer nachdenklich mit Silberblick) sitzt in der Straßenbahn und wird von der Jugend ignoriert. Kurzerhand versetzt sie die Gäste ihrer eigenen Geburtstagsfeier und von beginnt eine Tour durch die Bars der Stadt … Christoph Schaub verfilmte ein Drehbuch von Bestsellerautor Martin Suter, der hervorragende Romane schreibt. Die Figuren hier aber wirken wie entsprungen aus Suters Satiren – völlig überzogen definieren sie sich alle nur über ein Thema: das Alter, von den Wadenkrämpfe beim Liebesspiel bis zum Haarausfall. Gerettet wird der Film von den Partygästen im Restaurant, die sich, dynamisch eingefangen von zwei Kameras, in wunderbar witzige und todtraurige Dialoge steigern. Bis Giulia kommt … (jw)

Giulias Verschwinden (Poster)