Fuchs im Bau

„Muss man sehen“ kulturmovies

Fuchs im Bau | Kritik

Hannes Fuchs (Aleksandar Petrovic) ist neu im Jugendknast. Er soll die Stelle der Lehrerin Berger (Maria Höfstätter) übernehmen, die kurz vor der Pensionierung steht. Fuchs ist mit einem pädagogischen Konzept ausgerüstet, aber die harte Realität lässt dafür nicht viel Platz: Berger, die die Klasse mit ihrer Abgebrühtheit und ihrem sarkastischen Humor gut im Griff hat, mag nicht von ihren alten Methoden lassen, der oberste Wachbeamte begegnet Fuchs mit Misstrauen, und seine Schülerinnen und Schüler, die alle nicht ohne Grund im Jugendvollzug gelandet sind, warten nur auf ein Zeichen von Schwäche des neuen Lehrers.

Das Schicksal des Mädchens Samira (Luna Jordan), die in der Klasse sexuell belästigt wird und einen Selbstmordversuch unternimmt, wird für Fuchs zur Bewährungsprobe. Dabei aber muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen – denn auch er hat sich nicht ohne Grund für den Job als Gefängnislehrer entschieden …

Regisseur Arman T. Riahi („Die Migrantigen“) hat sein atmosphärisch dichtes Drama auf langjährige Recherche aufgebaut und konnte in einem leerstehenden Gefängnis in der Nähe von Wien drehen. Die wie mit einem Grauschleier überzogenen Bilder setzen den Schauplatz intensiv in Szene; vor allem aber überzeugt Riahis Film durch das exzellente Ensemble, allen voran Aleksandar Petrovic als Pädagoge, der noch Idealismus zu verbrauchen hat. rr

Fuchs im Bau | Fotos

Fuchs im Bau | Besetzung

Fuchs im Bau (Poster)

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