Frühes Versprechen

Filminhalt

Ein Wunderkind sollte er werden und die Welt ihm zu Füßen liegen. „Frühes Versprechen“ enthüllt das fabelhaft bunte Leben des berühmten, französischen Schriftstellers, Regisseurs und Diplomaten Romain Gary. Von seiner schweren Kindheit in Polen über seine Jugend unter der Sonne von Nizza bis hin zu den Heldentaten seiner Flüge in Afrika während des Zweiten Weltkriegs und seiner Ehe mit der berühmten Schauspielerin Jean Seberg … Romain Gary lebte ein außergewöhnliches Leben. Ein Leben, dessen Wirklichkeit das mütterliche Wunschdenken noch übertrifft. Denn es ist die unerschütterliche Liebe seiner liebenswerten wie exzentrischen Mutter Nina, die ihn stets voranschreiten lässt und zu einem der größten Romanciers des zwanzigsten Jahrhunderts macht, zu dem Man,n der als einziger zwei Mal den französischen Literaturpreis Prix Goncourt erhält. Von diesem einzigartigen Band zwischen Mutter und Sohn erzählt der Film, nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman, als eine unendlich liebevolle Hommage an die wohl anstrengendste, verrückteste und gleichwohl liebevollste Mutter der Welt. (Text: Verleih)

Filmkritik

Der französische Schriftsteller Romain Gary (1914–80) wird in Deutschland unterschätzt, in seiner Heimat aber zählt er zum literarischen Kanon, ein Künstlerstar, verheiratet unter anderem mit der Schauspielerin Jean Seberg. Gary war ein Ironiker, der seine tiefe Traurigkeit mit hintergründigem Spott kaschierte, und mit Ironie hat man es in Deutschland nicht so, vielleicht deswegen. Der Roman „Frühes Versprechen“ (1961 in Deutschland unter dem Titel „Erste Liebe – letzte Liebe“ erschienen) beschreibt zwar autobiografisch grundiert aber größtenteils fiktiv den Werdegang des Schriftstellers, zunächst im damals polnischen Vilnius, später in Nizza und schließlich als Pilot im französischen Widerstand. Wobei diese Jugenderinnerung vor allem eine Auseinandersetzung mit der übermächtigen Mutter ist: Die nämlich bringt den Sohn zum Schreiben, impft ihm ein überbordendes Selbstbewusstsein gepaart mit Versagensängsten ein und pflegt einen pathetisch überhöhten französischen Nationalismus. Schick. Und nur erträglich, weil man nie so genau weiß, was hier ernst gemeint ist und was Übertreibung. Eric Barbier hat „Frühes Versprechen“ als konventionelle Künstlerbiografie verfilmt, mit braunstichigen Bildern, schwelgerischen Kamerafahrten und großer Ausstattungsfreude. Allerdings als Konvention, die durch Garys hintergründige Ironie immer wieder gebrochen wird, eine Ironie für die neben Hauptdarsteller Pierre Niney vor allem Charlotte Gainsbourg als Mutter verantwortlich ist – die nämlich erweist sich hier als begnadete Komödiantin! fis

Filmbilder

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Vorstellungen

„Frühes Versprechen“ läuft aktuell leider nirgends.

Frühes Versprechen (Poster)

Originaltitel La Promesse de l'aube

Regie Eric Barbier

Darsteller Charlotte Gainsbourg, Pierre Niney, Didier Bourdon

Entstehungsjahr 2017

Land Frankreich

Filmlänge 131 min

Filmstart 07.02.2019

Website http://www.fruehesversprechen.de/

Genres Drama