Fremde Haut

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Willkommen zurück! Das erste Mal nach der Solo-LP/Babypause sieht man Jasmin Tabatabai in einer Hauptrolle und die ist der Deutsch-Iranerin auf den Leib geschrieben. Die lesbische Dolmetscherin Fariba flieht aus dem Iran, doch in Deutschland droht die Abschiebung. Nach dem Selbstmord eines Häftlings nimmt sie dessen Identität an. Als Salmak gelingt es ihr, auszubrechen und in einem Asylantenheim unterzukommen. Sie arbeitet schwarz als Kohlpflückerin und verliebt sich in eine Kollegin (Anneke Kim Sarnau) … Haltlosigkeit wird fühlbar in Maccarones kontemplativen Bildern von Gesichtern und Landschaften, die in schummeriges Gegenlicht gesetzt an Tarkowski-Filme erinnern. Abrupt gerät das einfühlsame Drama dann zum „Thelma & Louise“-Krimi. Im Wirrwarr gemischter Gefühle und gefälschter Pässe geht die Stringenz etwas flöten. Trotzdem ein starker Film, der sich allein wegen des intensiven Spiels von Tabatabai und Sarnau lohnt. (rk)

Fremde Haut (Poster)