Frankenweenie

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Aus seinem Hang zu schauerlichen Zombiegestalten hat Tim Burton nie einen Hehl gemacht. Genau genommen bestimmen sie seine Arbeit von „Beetlejuice“ (1988) und „Nightmare before Christmas“ (1993) bis „Sleepy Hollow“ (1999) und „Corpse Bride“ (2005). Nun hat er sogar seinen frühen Kurzfilm „Frankenweenie“ für einem abendfüllenden Stop-Motion-Film neu verfilmt, oder besser gesagt: wiederbelebt. Die Geschichte des kleinen Victor, der seinen plattgefahrenen Hund Sparky mit Nadel und Faden wieder zusammenflickt und per Stromschlag zum Untoten macht, ist ein unverkennbares Burton-Produkt: liebevoll umgesetzt, vollgepackt mit Zitaten aus der Horror- und B-Movie-Geschichte – und ganz retro natürlich in Schwarz-Weiß gedreht. Doch trotz aller Liebe zum Detail stellt sich zumindest für Burtonfans rasch das Déjà-vu ein; wirklich originell sind weder Story noch das Design der spindeldürren, glubschäugigen Puppen. Kurzweilig und komisch ist das Gruselkabinett der schrägen Teenieaußenseiter aber allemal. (ascho)

Frankenweenie (Poster)