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Fences

Fences (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Müllmann Troy (Denzel Washington, auch Regie) wird von der moralischen Instanz zum Trinker und Ehebrecher.

Filminhalt

Die Menschheitsgeschichte hat noch keinen Müllmann gesehen, der mehr mit Worten um sich schmeißt als Troy Maxson (Denzel Washington). Im Pittsburgh der 50er-Jahre hat er sich eine bescheidene Existenz aufgebaut und plauscht am liebsten im Hinterhof mit seiner Frau Rose (Viola Davis) und seinem Kollegen Jim. Hinter Troys Redeschwall verbirgt sich aber eine zerrissene Persönlichkeit, die sich im Laufe der Geschichte erst ganz enthüllt, wenn sich Troy von der moralischen Instanz zum trinkenden und ehebrechenden Familiendespoten wandelt… „Fences“ gilt als ein Oscar-Kandidat, und die schauspielerische Kraft des Duos Washington und Davis ist auch der Grund, ihn sich anzuschauen. Was man nur nicht erwarten darf, ist: ein Kinofilm. Denn die Adaption des Stückes von August Wilson, in dem Washington und Davis schon 2010 gemeinsam am Broadway auftraten, ist von Washington in seiner dritten Regiearbeit theaterhaft und statisch inszeniert. Statt dynamischer Handlung gibt es Worte, Worte und noch einmal Worte. So dehnen sich die 139 Filmminuten gefühlt ins Unendliche. rr

  • Fences (Filmbild 4)
  • Fences (Filmbild 2)