Filminfo Fahrenheit 11/9

Filmstart

    Filminhalt

    Kaum eine Wahl hat die Öffentlichkeit so stark beschäftigt wie die von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Als einer der wenigen, die das Ergebnis vorhergesagt haben, offenbart Oscar®-Preisträger Michael Moore die Umstände und Mechanismen, die zur Machtergreifung des umstrittenen Kandidaten geführt haben. Im Fokus seiner Kritik steht dabei nicht nur der Präsident selbst, sondern vor allem auch das Versagen der Demokraten. Furchtlos, provokativ und hochgradig unterhaltsam seziert Michael Moore die politischen und gesellschaftlichen Prozesse bis zu Donald Trumps Amtseinführung und prangert soziale Ungleichheit an. Dabei bleibt er nicht bei der Frage, wie es dazu kommen konnte, sondern ruft alle Amerikaner zu politischem Engagement und Widerstand auf. (Quelle: Verleih)

    Filmkritik

    Das Gute an diesem wie immer bei Michael Moore wilden, polemischen und engagierten Film ist: Er nimmt nicht nur den demagogischen US-Präsidenten Donald Trump ins Visier. Er stellt vielmehr die Diagnose, dass Trump nicht vom Himmel fiel, sondern dass der Boden für seine populistisch-rassistische Politik lange vorher bereitet wurde: vom verkommenen, von machtgeilen und wirtschaftshörigen Eliten dominierten politischen System der USA. Und gerade die Demokraten seziert Moore vorbildlich. Das Schlechte: Moore verliert dieses Thema immer wieder aus dem Fokus. Er wird unsachlich (Ist Trump scharf auf seine Tochter Ivanka?) und überprovokativ, indem er Parallelen zwischen Trumps-Regenschaft und der NS-Zeit herstellt und Hitler Trump-Reden in den Mund legt. Damit schwächt er seine eigene Argumentation, die ihn erneut zu einem Highschool-Amoklauf führt und in seine Heimatstadt Flint, wo die Politik von Invenstmentunternehmern auf Gouverneursposten schockiert und Barack Obama einen verstörenden Auftritt hinlegt. Doch da Moore auch ein begnadeter Manipulator und Populist ist, bleibt am Ende nicht nur wegen der düsteren Lage der USA ein schales Gefühl zurück. Denn man weiß nie, was man dem aufrechten Linken Moore glauben kann. vs

    Filmbilder

    Fahrenheit 11/9 (Filmbild 2)
    Fahrenheit 11/9 (Filmbild 3)
    Fahrenheit 11/9 (Filmbild 4)
    Fahrenheit 11/9 (Filmbild 5)
    Fahrenheit 11/9 (Poster)

    Regie Michael Moore

    Darsteller Michael Moore, Donald Trump, Barack Obama

    Entstehungsjahr 2018

    Land USA

    Filmlänge 128 min

    Filmstart 17.01.2019

    Website https://www.weltkino.de/film/kino/fahrenheit_119

    Genres Dokumentation