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Evet, ich will! (2008)

Evet, ich will! (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

Dirk (Oliver Korittke) darf Özlem nur heiraten, wenn er zum Islam konvertiert und sich die Vorhaut abschneiden lässt. Emrah ist schwul, sein Vater jedoch will ihn mit einer Türkin verkuppeln. Salih braucht eine Aufenthaltserlaubnis, ergo eine hübsche Braut. Und Coskun ist Kurde, weshalb die Eltern seiner Angebeteten eine Heirat verbieten … Nach „Salami Aleikum“ ist „Evet, ich will!“ die nächste Culture-Clash-Komödie – die trotz kitschiger Hochzeitsthematik gelungen ist. Sinan Akkuş pappt in seinem Regiedebüt nämlich nicht nur ein Klischee ans nächste, sondern erdet das Geschehen immer wieder durch pointierte Dialoge. Auch ästhetisch ist sein Film eher bodenständig als zuckerperlenbunt, was dem Realismus zugute kommt. Zudem schafft Akkuş es, die Episoden durch sympathische Nebenfiguren miteinander zu verknüpfen. Mit Dirks Eltern zum Beispiel stellt er dem türkischen Stereotyp ein gelungenes Deutschenklischee gegenüber: zwei Pseudohippies mit haufenweise Vorurteilen – die am Ende von den Vorzügen einer Beschneidung überzeugt werden (jul)

  • Evet, ich will! (Filmbild 2)
  • Evet, ich will! (Filmbild 3)
  • Evet, ich will! (Filmbild 4)
  • Evet, ich will! (Filmbild 5)