Elektra

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Superhelden sind einsam. Wer mag es schon, wenn sich der Partner nachts ständig mit kriminellem Gesindel herumprügelt oder sich als Fledermaus verkleidet? Auch Elektra ist allein. Wie schon in „Daredevil“ gibt Jennifer Garner (Martial Arts-erprobt seit „Alias“) der zweitklassigen Marvel-Figur mit rotem Lackleder und wehendem Haar menschliche Formen. Elektra arbeitet als Auftragsmörderin. Ihr aktueller Job: ein Mädchen umbringen. Doch die Killerin hadert und plagt sich mit ihrer Vergangenheit rum. Als Superheldin ist Elektra enttäuschend – sie kann nichts, was Uma Thurman in „Kill Bill“ nicht auch konnte. Ihre Gegner warten wenigstens nicht nur mit Samuraischwertern auf, sondern mit Originellem wie Tätowierungen, aus denen Schlangen kriechen, oder dem Atem des Todes. Die Action ist guter Durchschnitt, die plumpe Selbstreflektion der Heldin degradiert das Ganze zu einem nur durchschnittlichen Action-Spektakel. (cor)

Elektra (Poster)