Eine Frau mit berauschenden Talenten

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Sie hat schon ihre Eltern umgebracht („Violette Nozière“), kam wegen illegaler Abtreibung unter die Guillotine („Eine Frauensache“), begann ein Verhältnis mit ihrem Vergewaltiger („Elle“) und schlug sich als Mutter durch die Postapokalypse („Wolfzeit“). Verglichen mit diesen Filmen hat Isabelle Huppert es diesmal leicht: In der Krimikomödie „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ (ab 8. 10.) spielt sie die Arabischübersetzerin Patience Portefeux, die für die Pariser Drogenfahndung abgehörte Telefonate übersetzt. Als sie die Chance hat, eine Tonne Shit selbst zu verticken, ergreift Patience gut verkleidet die Gelegenheit und nimmt es mit Drogenfahndung wie Unterwelt gleichermaßen auf. Eigentlich ein Selbstmordkommando – Huppert aber lässt die neue Herausforderung wie eine lockere Übung aussehen. jw

Eine Frau mit berauschenden Talenten (Poster)