Zum Inhalt springen

Die Karte meiner Träume

Die Karte meiner Träume (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

Eine Ranch in Montana, Heimat des zehnjährigen Wissenschaftsnerds T. S. Spivet (Catlett) und seiner sonderbaren Familie. Die Mutter (Bonham Carter) ist eine Käferfanatikerin, der Vater ein lakonischer Cowboy, die Teenieschwester eine Hormonbombe. Als das Smithsonian Institut den hochbegabten T. S. für eine seiner Erfindungen auszeichnet, begibt sich der Nachwuchskartograf für die Preisverleihung auf einen Roadtrip – im Gepäck ein dunkles Geheimnis … Auch wenn der Film dicht an Reif Larsens Romanvorlage bleibt, ist die Handschrift von Jean-Pierre Jeunet („Die fabelhafte Welt der Amélie“) unverkennbar: skurrile Charaktere, Sinn fürs Detail und ein Sammelsurium an Stilmitteln. Das schräge Märchen überrascht durch 3-D-animierte Karten und Skizzen, die sich aus dem Nichts entfalten und T. S.’s mathematische Weltansicht illustrieren. Über der Handlung thront dabei die Frage nach der Essenz des Lebens. Erschließt sie sich durch Wissenschaft oder Fantasie, durch Individualismus oder gesellschaftliches Ansehen? Der Film gibt klare Antworten: Er zelebriert das Unperfekte und karikiert vermeintlich Erfolgreiche. Doch von Zeit zu Zeit rutscht er ins Kitschige ab, und auch T. S. berührt uns nicht so wie einst Amélie. Dennoch wünscht man sich, dass die Welt so befreit von Normen und Etiketten wäre wie hier. (jk)

  • Die Karte meiner Träume (Filmbild 2)
  • Die Karte meiner Träume (Filmbild 3)
  • Die Karte meiner Träume (Filmbild 4)
  • Die Karte meiner Träume (Filmbild 5)
  • Die Karte meiner Träume (Filmbild 8)