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Die Eiserne Lady

Die Eiserne Lady (Poster)

Bewertung

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Filminhalt

„Früher ging es darum, etwas zu tun. Heute geht es darum, jemand zu sein.“ Die alternde Ex-Premierministerin Margaret Thatcher kommt mit der Zeit nicht mit. In ihrer Demenz führt sie Konversationen mit ihrem verstorbenen Mann; Erinnerungen an ihre Karriere und Amtszeit bedrängen sie. Diese Rückblenden geben die Struktur des Biopics vor: erste Schritte auf dem politischen Parkett, verlächeltes Kabinettsmitglied, Machtkämpfe mit den Gewerkschaften, Falklandkrieg, Ende des Kalten Krieges, Abtritt. Dieses Best-of Thatcher ähnelt Geschichtsdokus auf Phoenix, wo historische Begebenheiten nachgespielt werden, inklusive gekippter Kamerawinkel und fetziger Musik. Das verklärt die Eiserne Lady in der Männerdomäne zwar nicht zur Frauenrechtlerin, geht aber auch nie in die Tiefe, erkundet kaum Thatchers kontroverse Politik und Persönlichkeit und ihr politisches Talent, das sie zur ersten Frau an der Spitze Großbritanniens machte. Und der Kunst von Meryl Streep, die Thatcher in Gestus und Stimme brillant imitiert und interpretiert, wird es ebenfalls nicht gerecht. (vs)

Prädikat besonders wertvoll

  • Die Eiserne Lady (Filmbild 2)
  • Die Eiserne Lady (Filmbild 3)
  • Die Eiserne Lady (Filmbild 4)
  • Die Eiserne Lady (Filmbild 5)