Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

„Sollte man sehen“ kulturmovies

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | Kritik

Als junger Mann jagte Allan Karlsson noch Brücken, Füchse und Gulags in die Luft oder veränderte bei ausladenden Trinkgelagen mit Präsident Truman oder Josef Stalin unbeabsichtigt das politische Weltgeschehen. Jetzt ist er 100 Jahre alt, aber nicht bereit, im Altersheim zu sterben. Daher beschenkt er sich (absichtlich) mit einem Ausbruch und initiiert (ganz unabsichtlich) eine Kriminalgeschichte … Regisseur Felix Herngren hat Jonas Jonassons Bestseller nicht einfach nur bebildert, sondern es geschafft, die Absurdität der Vorlage kongenial auf die Leinwand zu übertragen: ob vollschlanke Männer explodieren, NS-Erschießungskommandos zum Schuss ansetzen oder Allan (Robert Gustafsson) im Wald auf einem Elefanten reitet – es pumpt fröhlicher Balkanpop aus den Boxen. Der Film lebt von diesen skurrilen Kontrasten, Schnaps und Dynamit sowie Hauptdarsteller Robert Gustafsson, der Allan von der Kostümparty bis zur Sterilisation stets denselben Gesichtsausdruck zwischen kindlicher Freude und mentaler Abwesenheit verleiht. Auch wenn nicht alle Gags zünden: ein Fest für Liebhaber des schwarzen Humors. (no)

Prädikat besonders wertvoll

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | Fotos

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | Besetzung

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (Poster)